Sonnenflecken auf der Haut entfernen: Diese Mittel helfen!

Sonnenflecken auf der Haut entfernen: Was hilft bei der Pigmentstörung?

Redaktion, 07. Januar 2022

Sonnenflecken Haut entfernen

Wer regelmäßig Sonnenbaden geht, riskiert die Entstehung von Sonnenflecken auf der Haut. 

Der Sommer ist für viele Menschen die schönste Jahreszeit. Sie lockt mit warmen Temperaturen und viel Sonne, die den meisten in den kalten Wintermonaten fehlt. Die Haut wird darauf jedoch meist nicht vorbereitet und vor allem im Sommerurlaub ist Sonnenbrand vorprogrammiert. Wer seine Haut häufig ohne Lichtschutzfaktor der Sonneneinstrahlung aussetzt, riskiert nicht nur Sonnenbrände, sondern auch eine vorzeitige Hautalterung. Dazu zählen sowohl Falten, als auch Sonnenflecken. Lesen Sie hier, wie diese Pigmentflecken entstehen und was man dagegen tun kann.

Altersflecken entfernen Hausmittel

FORSCHUNG

Altersflecken entfernen: Dieses Hausmittel hilft!

Da Bleichcremes oft für ein fleckiges Hautbild sorgen und die professionelle Behandlung teuer und zeitaufwendig ist, entscheiden sich immer mehr Männer und Frauen mit Altersflecken für Hausmittel. Tatsächlich können die natürlichen Mittel Altersflecken schonend aufhellen und auch vorbeugen.

Was sind Sonnenflecken?

Für viele Sonnenanbeter gehört es während der Sommermonate zum guten Ton, einen schönen gebräunten Teint zu bekommen. Das geht einerseits unter der natürlichen Sonne und andererseits auch unter der künstlichen wie z.B. im Solarium. Genau das ist auch der Grund, weshalb Sonnenflecken auf der Haut entstehen.

Bei Sonnenflecken handelt es sich um eine Form der Pigmentstörung, die durch eine Ansammlung von Melanin in der Hautoberfläche entsteht. Der Fachbegriff für Sonnenflecken lautet Lentigo solaris bzw. Lentigines solares. “Lentigines” ist dabei die lateinische Bezeichnung für einen linsenförmigen Fleck und “solares” beschreibt die Vorsilbe “Sonnen-”.

Sonnenflecken sind meist rundlich oder oval und braun gefärbt. Sie können wenige Millimeter bis Zentimeter groß werden und befinden sich meist an Körperstellen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind. Dazu zählen der Kopf und das Gesicht, die Schultern, das Dekolleté sowie die Arme und Handrücken.

Wie entstehen Sonnenflecken auf der Haut?

Die Sonneneinstrahlung setzt sich aus UV-A- und UV-B-Strahlen zusammen.
UV-A-Strahlen sind energieärmer als die UV-B-Strahlen, dringen aber bis zur tieferliegenden Lederhaut vor. Sie sind für die Entstehung von Sonnenbränden verantwortlich und ein maßgeblicher Risikofaktor für Hautkrebs. Außerdem zerstören sie die Bindegewebsstrukturen und tragen so zur vorzeitigen Hautalterung bei.
UV-B-Strahlen sind energiereicher, können aber nur in die äußere Hautschicht eindringen. Dort löst die UV-Strahlung oxidativen Stress aus, der die Zellen und ihr Erbgut nachhaltig schädigt.

An dieser Stelle setzt der körpereigene Abwehrmechanismus ein, indem die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) den Hautfarbstoff Melanin produzieren. Die Melanozyten befinden sich im unteren Bereich der Epidermis und werden hauptsächlich von der UV-B-Strahlung zur Melaninproduktion angeregt. Das Melanin dient dazu, den Zellkern und die darin befindliche DNA der Zelle für dem schädlichen Einfluss der freien Radikale zu schützen.

Wird die Haut nun regelmäßig und über viele Jahre hinweg der Sonnenstrahlung ausgesetzt, werden die Hautzellen irreversibel geschädigt. Einerseits wird so eine Überproduktion an Melanin ausgelöst, andererseits werden Stoffwechselprozesse und somit auch der Melaninabbau beeinträchtigt. Es entstehen überpigmentierte Hautstellen - die Sonnenflecken.

Was ist der Unterschied zwischen Sonnenflecken und Altersflecken?

Altersflecken (lentigo senilis bzw. lentigines seniles) und Sonnenflecken werden häufig synonym verwendet.

Bei beiden Pigmentflecken-Bezeichnungen steht eine übermäßige Sonnenexposition als Hauptursache im Vordergrund. Sowohl Altersflecken als auch Sonnenflecken weisen auf der Haut eine bräunliche Färbung sowie eine rundliche oder ovale und scharf begrenzte Form auf. Sowohl Sonnenflecken, als auch Altersflecken treten insbesondere auf den Sonnenterrassen des Körper auf. Dazu zählen das Gesicht, der obere Rücken, aber auch die Hände und Arme.

Sonnenflecken und Altersflecken können anhand einiger Merkmale aber auch voneinander unterschieden werden. Altersflecken erhalten ihre Bezeichnung, weil sie vor allem bei Menschen im fortgeschrittenen Alter sehr weit verbreitet sind. Als Sonnenflecken werden Pigmentflecken hingegen bezeichnet, wenn sie bei jüngeren Menschen auftreten.


Ein weiterer Unterschied bei den beiden Hautveränderungen ist die Art von Pigment, die bei der Entstehung der Hautflecken eine Rolle spielt. Bei Altersflecken kommt neben dem Melanin noch ein anderes Pigment dazu, nämlich Lipofuszin. Bei Lipofuszin handelt es sich um das sogenannte Alterspigment, das als Abbauprodukt des Stoffwechsels entsteht. Mit zunehmendem Alter häuft es sich an und bildet eine bräunliche Verfärbung auf der Haut.

Unser Tipp bei Sonnenflecken

Unser Tipp bei Sonnenflecken

Sind sonnenbedingte Pigmentflecken gefährlich?

Wenn Pigmentflecken auf der Haut auftreten, geht von den Flecken selbst grundsätzlich keine Gefahr aus. Das gilt auch für Sonnenflecken. Doch wenn solche Hautveränderungen entstehen, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Haut stark durch die UV-Strahlung unumkehrbar geschädigt wurde. Oft zeigen sich deswegen ebenfalls schneller Alterungszeichen wie schlaffe Haut und Falten. Und auch wenn Sonnenflecken selbst ungefährlich sind, ist das Hautkrebsrisiko durch die regelmäßige Sonnenexposition um ein Vielfaches erhöht. Insbesondere ein heller Hauttyp mit vielen Muttermalen neigt zu Hautveränderungen, die bösartig werden können. Aus diesem Grund ist Vorsicht geboten, wenn Pigmentflecken auf der Haut auftreten.

Wie kann man Sonnenflecken auf der Haut entfernen?

Pigmentflecken wie Sonnenflecken empfinden Betroffene als optischen Makel, vor allem wenn sie an auffälligen Stellen wie dem Gesicht oder den Händen auftauchen. Daher versuchen die meisten, die Sonnenflecken mit verschiedensten Mitteln loszuwerden.

Behandlung mit Hausmitteln

Hausmittel sind oft das erste Mittel der Wahl, denn vieles davon hat man bereits im Haus. Die Klassiker zur Aufhellung von Pigmentflecken sind Zitronensaft und Apfelessig. Beides hat durch den Säuregehalt einen peelenden Effekt, ähnlich einem Fruchtsäurepeeling. Dadurch sollen Verfärbungen auf der Haut schrittweise ausbleichen. Auch rote Zwiebeln, Buttermilch und Papaya sind bekannte Hausmittel-Tipps, um Hautverfärbungen loszuwerden.

Behandlung mit Cremes

Auch mit Hautcremes und Salben können Sonnenflecken aufgehellt werden. Oft kommen Wirkstoffe wie Kojisäure oder Hydrochinon zum Einsatz. Diese Stoffe stehen jedoch im Verdacht, die Haut zu schädigen und sogar krebserregend zu sein. Eine nebenwirkungsfreie Alternative ist die Aktiv Kressesalbe auf Basis von Kresse-Extrakt. Der Wirkstoff aus Kresse wirkt selektiv, was bedeutet, dass die umliegende Haut nicht aufgehellt wird. In vitro-Studien haben gezeigt, dass das Kresse-Extrakt das Enzym Tyrosinase hemmt. Dieses Enzym löst die Melaninbildung in der Haut aus. Dieser Wirkmechanismus kann Sonnenflecken vorbeugen und zugleich verblassen lassen.

Behandlung mit Peelings

Mit Hilfe von chemischen und enzymatischen Peelings können nicht nur Anzeichen der Hautalterung wie Fältchen reduziert werden. Auch Pigmentstörungen wie Sonnenflecken oder Pickelmale werden damit erfolgreich behandelt. Am häufigsten werden AHA und BHA-Säuren eingesetzt, um abgestorbene Hautzellen zu lösen und die Regeneration der Haut anzuregen. Eine regelmäßige Anwendung gleicht den Teint aus und lässt die Haut strahlen. Wichtig ist es, die Haut gut zu pflegen und nach dem Einsatz dieser Peelings die Haut vor der Sonne zu schützen.

Behandlung mit Laser

In der Medizin werden Laserbehandlungen sowohl für medizinische als auch für ästhetische Zwecke immer häufiger eingesetzt. Sie eignen sich sehr gut zur Entfernung von Pigmentansammlungen wie Sonnenflecken und Altersflecken. Der Laserstrahl zerstört die Anhäufungen von Melanin in der Hautoberfläche und die Überreste werden über die Lymphe abtransportiert. Bereits nach nur einer Behandlung können Sonnenflecken so vollständig entfernt werden.

Wie beugt man Sonnenflecken am besten vor?

Sonnenflecken sind zwar ein ungefährliches, aber dennoch lästiges Problem. Schließlich trägt niemand gern offensichtliche Hautverfärbungen mit sich herum. Damit die Pigmentflecken gar nicht erst entstehen, ist der Schutz vor der Sonnenstrahlung die einzige und effektivste Maßnahme, um sie vorzubeugen.


Viele unterschätzen die Gefahren, die die UV-Belastung mit sich bringt. Vor allem das Gesicht ist das ganze Jahr über der Sonne meist ungeschützt ausgesetzt, denn nur die Wenigsten verwenden konsequent einen Lichtschutzfaktor oder tragen eine Kopfbedeckung im Alltag. In jungen Jahren mag das zwar noch keine sichtbaren Auswirkungen haben, aber umso häufiger und intensiver die Sonnenexposition ist, desto schneller altert die Haut und bildet Sonnenflecken.

Insbesondere helle Hauttypen sollten täglich einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden, da die Eigenschutzzeit ihrer Haut sehr gering ist. Aber auch dunklere Hauttypen sind vor Sonnenschäden nicht ewig geschützt.



QUELLEN

  • N.A. Vashi, R.V. Kundu: Facial hyperpigmentation: causes and treatment. 2013.
  • R. Saternus, T. Vogt, J. Reichrath: Hauttypen, Hautpigmentierung und Melaninsynthese: wichtige Instrumente der menschlichen Haut zur Anpassung an die UV-Strahlung. 2018.
  • Michelle R. Iannacone, Maria Celia B. Hughes, Adèle C. Green: Effects of sunscreen on skin cancer and photoaging. 2014.