Luftverschmutzung und Hautalterung: So schützen Sie sich!

Hautalterung durch Luftverschmutzung: So können Sie sich davor schützen!

Redaktion, 06. APRIL 2022

luftverschmutzung hautalterung

Lässt die Umweltverschmutzung unsere Haut sichtbar schneller alt werden?


Über die Daseinsberechtigung von Anti-Pollution-Kosmetik haben wir bereits berichtet. In diesem Artikel wollen wir jedoch genauer auf den Zusammenhang zwischen der Hautalterung und der Luftverschmutzung eingehen - ein Einflussfaktor der nach wie vor unterschätzt wird, obwohl er bei der Entstehung von Falten und besonders Altersflecken eine immer größer werdende Rolle spielt. Erfahren Sie jetzt mehr über die Hautalterung, ihre Merkmale und den Einfluss von Feinstaub, Abgasen und Co.

Wie altert die Haut?

Es ist ganz normal, dass die Haut sich mit dem Älterwerden sichtbar verändert. Die Alterung betrifft zwar alle Organe, wird aber an unserer Haut stark sichtbar. Während lange Zeit der Irrglaube herrschte, dass die Hautalterung fast ausschließlich von der Genetik bestimmt wird und sich daher auch nicht aufhalten lässt, zeigen neuere Erkenntnisse deutlich, dass insbesondere äußere Faktoren die Haut schneller altern lassen.
Während eine dünne, trockene Haut mit feinen Fältchen hauptsächlich der intrinsischen Hautalterung zuzuschreiben ist, sind grobe Falten, Pigment- bzw. Altersflecken und sichtbare Gefäße das Resultat der extrinsischen Hautalterung.

Intrinsische Hautalterung

Die intrinsische Hautalterung ist vorgegeben und lässt sich nur sehr begrenzt verhindern. Äußere Faktoren spielen hier keine Rolle. Jedoch konnte in den letzten Jahren nachgewiesen werden, dass die erbliche Veranlagung nur etwa 20 bis 30 Prozent der Hautalterung ausmacht. Zu den inneren Faktoren zählen:
  • Biologisches Alter: Die biologische Uhr bestimmt die Veränderungen der Hautstruktur und der Zellfunktionen, die mit jedem Jahr weiter nachlassen. Das innerlich bedingte Altern bezeichnet man daher oft auch als Zeitalterung. Wie schnell sich die Hautalterung optisch bemerkbar macht, wird unter anderem von der ethnischen Herkunft und dem individuellen Hauttyp bestimmt.
    Während sich die Haut in jungen Jahren noch etwa alle 28 Tage erneuert, ist das ab einem Alter von etwa 50 Jahren nur noch alle 40 bis 60 Tage. Gleichzeitig nimmt die Produktion von Hyaluronsäure, Kollagen und Elastin schrittweise ab. Die Haut verliert zunehmend ihre Elastizität sowie Spannkraft. Sie wird zunehmend trockener und dünner. Durch die verschlechterte Durchblutung gelangen weniger Sauerstoff und Nährstoffe in die Haut, weshalb der strahlende Teint verloren geht. Stattdessen wirkt die Haut oft fahl.
  • Hormonstatus: Die chemischen Botenstoffe sind für zahlreiche Prozesse im Körper unverzichtbar. Die weiblichen Östrogene gelten auch als die Schönheitshormone. Sie sorgen für straffe, strahlende und reine Haut. Auch sie beeinflussen den Hautstoffwechsel und die Neubildung von Kollagen im Bindegewebe. Außerdem sind sie für die Produktion von Hautfetten verantwortlich. Durch den Mangel an Lipiden verschlechtert sich auch die Hautbarriere, weswegen die Haut im Alter anfälliger für Infektionen ist und sich die äußeren Einflüsse verstärkt auswirken können.

Extrinsische Hautalterung

Der Großteil der Hautalterung, etwa 70 Prozent, wird von äußeren Faktoren verursacht. Anders als bei der intrinsischen Hautalterung lassen sich diese Einflüsse meist vermeiden und die vorzeitige Hautalterung vorbeugen. Zu den Umwelteinflüssen, die auf die Haut einwirken, zählen:
  • UV-Strahlung: Nach wie vor ist die Sonne der größte Feind jugendlicher, falten- und fleckenfreier Haut. Und trotzdem sind viele bei der Verwendung von Sonnenschutz nachlässig, besonders im Winter und Frühling. Die UV-Strahlen lassen die Haut etwa 80 Prozent schneller altern, indem sie freie Radikale auslösen. Diese aggressiven Moleküle sorgen für oxidativen Stress, der die Hautzellen schädigt und so die Hautalterung beschleunigt. Sonnenflecken, Altersflecken und tiefe Falten sind Anzeichen der sogenannten Lichtalterung.
  • Rauchen: Auch das Rauchen kann die Aktivität bestimmter Enzyme anregen, die die Kollagenfasern in der Haut angreifen und so deren Struktur verändern. Ähnlich wie die UV-Strahlen sorgt Nikotin also für oxidativen Stress. Gleichzeitig führt es zu Gefäßverkalkungen und schadet der Durchblutung. Dadurch kommt es auch zu einer indirekten Schädigung der Zellen, die sich unter anderem durch feine Knitterfältchen, Augenringe und gräuliche, fahle Haut bemerkbar macht. Insgesamt schreitet die Hautalterung bei Rauchern deutlich schneller voran als bei Nichtrauchern. Zigarettenrauch ist außerdem auch Teil der Luftverschmutzung.
  • Ernährung: Dass die Ernährung maßgeblich am Hautzustand beteiligt ist, ist längst bekannt. Insbesondere der Konsum von Zucker verklebt die Kollagen- und Elastinfasern wortwörtlich und begünstigt so die vorzeitige Faltenbildung und die Verschlechterung der Haut.
  • Luftverschmutzung: Ein bislang unterschätzter Einflussfaktor auf die Hautalterung ist die Luftverschmutzung. Eine groß angelegte Studie konnten derweil nachweisen, dass die Verunreinigung der Luft neben der Entstehung von Falten insbesondere auch die Bildung von Alters- und Pigmentflecken fördert. Ursache ist auch hier unter anderem oxidativer Stress, der durch die Schadstoffe in der Haut ausgelöst wird.
  • Mangelhafte Pflege: Wer die Haut nicht oder mit den falschen Produkten pflegt, sorgt dafür, dass sie optisch schneller altert. Austrocknung und Reizungen werden durch ungeeignete Pflegeprodukte begünstigt.

Unser Tipp bei Pigmentflecken

Unser Tipp bei Pigmentflecken

Was sind typische Anzeichen der Hautalterung?

Erstmals sichtbar wird der Hautalterungsprozess etwa mit dem 25. Lebensjahr. Wie schnell der Prozess letztendlich voranschreitet, ist individuell unterschiedlich und hängt vor allem von den eben genannten inneren und äußeren Faktoren ab. Die einhergehenden Symptome bzw. Anzeichen sind jedoch identisch:
  • Falten: Feine Fältchen und Mimikfalten sind oftmals die ersten sichtbaren Anzeichen. Zuerst zeigen sich für gewöhnlich feine Fältchen an den Augen und am Mund. Gleichzeitig bilden sich auch an der Stirn Falten, die vor allem mit der Mimik zusammenhängen und in Folge auch tiefer werden. Zwischen Nase und Mund bilden sich die tiefen Nasolabialfalten. Sie entstehen dann, wenn die Haut zunehmend erschlafft und an Elastizität einbüßt.
  • Volumenverlust: Den Verlust an Volumen beschreibt man oft einfach als schlaffe Haut oder schlaffe Gesichtskonturen. Sogenannte Hängebäckchen oder auch ein Truthahnhals sorgen für ein verhärmten oder schlecht gelaunten Eindruck.
  • Altersflecken: Wie der Name schon sagt entstehen Altersflecken im Alter, wenn die Haut lang ungeschützt der Sonne ausgesetzt war. Neuere Studien vermuten auch die Luftverschmutzung als erheblichen Risikofaktor. Sie bilden sich oft im Gesicht, am Dekolleté und den Händen.
  • Trockene, fahle Haut: Die Hautbarriere wird im Alter immer schwächer, dadurch dass die Haut Feuchtigkeit zusätzlich schlechter speichern kann, geht viel Flüssigkeit nach außen verloren. Auch die Östrogene haben hier einen Einfluss, weshalb Frauen in den Wechseljahren vermehrt mit trockener Haut zu kämpfen haben. Durch die langsame Zellerneuerung wird der Teint oft gräulich und verliert seine jugendliche Strahlkraft.
  • Augenringe: Die Haut der Augen ist besonders dünn. Daher scheinen häufig die Blutgefäße durch, besonders wenn sich die Durchblutung altersbedingt verschlechtert. Das Erschlaffen sorgt oft zusätzlich dafür, dass die Augenpartie eingefallen wirkt - das verstärkt den Eindruck der dunklen Augenringe.
  • Große Poren: Durch den Mangel an Elastizität wirken auch die Poren größer, was für ein grobes Hautbild sorgt.

Wie wirkt sich die Luftverschmutzung auf die Haut aus?

Der Begriff Luftverschmutzung umschreibt eine “Verunreinigung der Innen- oder Außenumgebung durch biologische, chemikalische oder physikalische Substanzen”. Auch wenn die Emission einiger Schadstoffe auch in Deutschland in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist, sind die Konzentrationen weiterhin zu hoch und stellen eine Gefahr für die Gesundheit dar. Dabei gibt es insbesondere auch einen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung & Hautalterung, wie die Forschung in den letzten Jahren wiederholt nachweisen konnte.


Durch das Einwirken der Verschmutzung altert die Haut frühzeitig, vor allem aber wirken sich die Gifte auf die Hautpigmentierung aus. Langzeitstudien konnten nachweisen, dass sich durch Schadstoffe (vor allem Ruß), wie sie in Städten auftreten, die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Pigmentflecken erheblich erhöht. Die Folgen der Belastung mit Feinstaub und Co. basieren vorrangig auf hohem oxidativem Stress.


Unabhängig von Hautalterungsanzeichen kommt es durch die Umweltgifte auch zu Irritationen, Entzündungen und Unreinheiten. Auch Trockenheit ist eine häufige Folge.


Für die Haut besonders schädlich sind dabei folgende Belastungen:

  1. Abgase (Stickoxide)
  2. Zigarettenrauch
  3. Feinstaub
  4. Ozon
  5. Smog

Wie kann man die Haut vor der Luftverschmutzung schützen?

Die Belastung in Innenräumen und auch draußen ist vergleichsweise hoch. Wirkliche Möglichkeiten, sich aktiv vor der verschmutzten Luft zu schützen, gibt es kaum. Eine gründliche Reinigung ist wichtig, um die Haut von den Verschmutzungen zu befreien. Ebenso kann ein konsequenter Sonnenschutz einen Schutz bieten.

Sinnvoll sind insbesondere Produkte zur Pflege, die reich an Antioxidantien sind. So kann die Haut vor den schädigenden Einflüssen der freien Radikale geschützt und oxidativer Stress vermieden werden. Antioxidantien dienen als Radikalfänger und können freie Radikale für den Organismus unschädlich machen.

Anti-Pollution-Produkte mit ausgewählten Antioxidantien sind der Forschung zufolge gut geeignet, um die durch Luftverschmutzung verursachte Hyperpigmentierungen der Haut zu verringern oder vorzubeugen. In der Biovolen Aktiv-Kressesalbe, die sich zwar nicht als sogenannte Anti-Pollution-Pflege vermarktet, sind wertvolle Antioxidantien zum Schutz der Haut enthalten - z.B. Vitamin E.


QUELLEN

  • Hüls, A. et al. (2016). Traffic-Related Air Pollution Contributes to Development of Facial Lentigines: Further Epidemiological Evidence from Caucasians and Asians. The Journal of Investigative Dermatology, 136(5), 1053-1056. DOI: 10.1016/j.jid.2015.12.045
  • Schikowski, T. & Krutmann, J. (2019). Luftverschmutzung (Feinstaub, Stickstoffdioxid) und Hautalterung. Der Hautarzt, 70, 158-162. DOI: 10.1007/s00105-018-4338-8
  • Topf, S. & Steinhaus, V. (2010, 11. Mai). Hautalterung: Nikotin und UV-Licht meiden. Pharmazeutische Zeitung. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-192010/nikotin-und-uv-licht-meiden/
  • Vierkötter, A. et al. (2010). Airborne particle exposure and extrinsic skin aging. The Journal of Investigative Dermatology, 130, 2719-2726.